Samstag, 6. Oktober 2012

"Im Totengarten" von Kate Rhodes - Guter Auftakt!

http://www.ullsteinbuchverlage.de/media/9783548284620.jpg
Kate Rhodes
Im Totengarten
Thriller
448 Seiten
Erscheinungsdatum: 28.09.2012
Ullstein
ISBN-13: 9783548284620  


Zunächst bekommen die Leser eine Szene mit, in der ein Frau und ihre kleine Tochter von ihrem besoffenen Mann/Vater verprügelt werden, während der kleine Sohn still zuschaut und sich das ganze einprägt. Er sieht dabei nicht schockiert aus, sondern sogar etwas neugierig. Die kleine Tochter ist Alice.
Vor langer Zeit gab es ein Serienmörderpaar, die jetzt nicht mehr aktiv sind, da die Frau in einer Anstalt untergebracht ist und der Mann hingerichtet wurde. Doch nun gibt es wieder Morde mit den gleichen Markenzeichen. Wer kann es sein? Die Polizei schaltet Alice Quentin in den Fall ein und sie vermutet es muss ein Bekannter der beiden sein. Doch es gibt keine vernünftigen Spuren und es werden weitere Frauen gefunden.
Ihr Bruder gerät unter Verdacht, denn er leidet seit acht Jahren an einer psychischen Störung und ist unberechenbar, aber auch Beweise sprechen gegen ihn. Alice glaubt an seine Unschuld und stürzt sich in die Ermittlung, bekommt aber auch selbst Drohbriefe. Wird die Polizei den Täter finden, bevor auch Alice ihm zum Opfer fällt?

Fazit:

Gutes Buch mit ein paar Schwächen.
Die Geschichte ist durchaus sehr interessant, aber die Sprache bremst das Vergnügen ein wenig. Es finden sich sehr häufig merkwürdige Vergleiche wieder, die überhaupt nicht zu der Stimmung passen und den Leser ablenken. Dies war aber nicht so stark ausgeprägt als das man das Buch weglegen müsste. Die Spannung baut sich eher langsam auf und steigt bis zum Schluss. Der Klappentext ist irreführend, denn dort bekommt man den Eindruck, dass Alice ihre psychologischen Tools ständig nutzen würde, was sie allerdings wenn, dann nur am Rande, tut. Warum sie von der Jägerin zur Gejagten wird kann ich auch nicht nachvollziehen, denn sie war vor allem am Anfang nicht sehr Aktiv in dem Fall.
Alice wirkt nicht gerade wie eine Super-Psychologin und scheint von ihrem Beruf auch eher gelangweilt zu sein. Auch ihr Freund, der perfekt aussieht und einfach toll im Bett ist, reicht ihr nicht zum Glück, denn sie will sich nicht fest binden und verlässt alle Typen. Das ist auf das Erlebte in der Kindheit zurückzuführen. Außerdem hat sie Angst vor engen Räumen. Die kooperation mit der Polizei ist ihr auch ein Dorn im Auge. Alice ist also eine höchst unzufriedene Frau, die sich nur beim Laufen wohlfühlt.
Von Detective Sargeant Alvarez fühlt sie sich jedoch angezogen…auch wenn sie sich dagegen sträubt. Doch der Fall wird im Laufe der Geschichte immer interessanter und man bekommt als Leser auch keine richtige Vermutung zustande, wer der Mörder sein kann.
Es hat Spaß gemacht mitzurätseln und das Ende war sehr überraschend. Das hätte ich nicht erwartet, muss aber gestehen es hat mir nicht ganz gefallen, da ich für Alice persönlich andere Hoffnungen hatte.

Was ich besonders mochte:

Der Fall selbst hat mich gefesselt und Alice war während des Lesens nicht so negativ aufgefallen, wie es klingt. Die Spannung zwischen Alvarez und ihr hat mir auch sehr gut gefallen.

Kommentare:

  1. Klingt spannend, schöne Rezi!

    Das mit dem Fortschrittsbalken hat ja super geklappt :)

    LG Bine

    AntwortenLöschen