Mittwoch, 7. November 2012

Leseeindruck zur LP: Eoin McNamee - Requiem

Eoin McNamee
Requiem
340 Seiten
dtv premium
Erscheinungsdatum: 01.12.2012
ISBN 978-3-423-24941-6



Im Jahre 1961 wurde der letzte Mann in Nordirland gehängt. Es handelte sich dabei um Robert McGladdery, einem angeklagten Mörder. Er sollte ein Mädchen namens Pearl ermordet haben, leugnete dies jedoch. Am Abend vor der Hinrichtung legte er ein zweifelhaftes Geständnis ab.
Der Autor spürt diesem nie geklärten Geschehen nach. War es ein Irrtum der Justiz und falls ja, was muss in der Gesellschaft schief gelaufen sein um einen solchen Irrtum möglich zu machen?

Fazit:

Das Buch fängt mit einer Gerichtsverhandlung an, bei der wir das Urteil vorerst nicht erfahren aber erahnen, und springt dann zurück zum Zeitpunkt als die Leiche gerade erst gefunden wurde. McCrink, der früher in London im Morddezernat gearbeitet hat, trat nun seine Stelle als Inspektor im Belfaster Polizeibezirk an. Schnell stellt er fest, dass die Menschen den Mörder gehängt sehen wollen und das schnell. Die Polizisten scheinen rabiate Methoden zu haben, was die Befragungen angeht und kommen schnell zu Urteilen. Auch die Stadt selbst scheint ein wenig merkwürdig zu sein.

Das Buch ist sehr flüssig und einfach, aber nicht zu einfach, geschrieben. Die Sätze passen alle gut aneinander und sind sehr angenehm und schnell zu lesen. Es kam bei der Leseprobe noch keine besondere Spannung auf, aber das Interesse an dem Fall ist da. Ich fand das Geschehen am Anfang etwas verwirrend, weil man es mit verschiedenen Personen und Zeitleisten zu tun hat, allerdings hat sich die Verwirrung auch schnell gelegt. Ich erhoffe mir auf jeden Fall ein Exemplar dieses Buches, da mich wirklich interessieren würde, welches soziale Drama sich hinter diesem Fall verbirgt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen