Donnerstag, 24. Januar 2013

"Rachekind" von Janet Clark - Meisterhafte Verwirrung!

Rachekind
Janet Clark
Thriller
512 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.01.2013
Heyne
ISBN: 978-3-453-40927-9



Eigentlich könnte Hanna nicht glücklicher sein, denn sie hat einen Mann der sie liebt und eine kleine Tochter. Steve und Lilou sind ihr Ein und Alles. Eines Abends kommt sie jedoch nach Hause und merkt, dass etwas anders ist. Steve ist weg. Lilou liegt im Bettchen und atmet nicht.

Hanna schafft es rechtzeitig ins Krankenhaus und Lilou geht es wieder besser, jedoch legt sie plötzlich ganz andere Verhaltensformen an den Tag und ist wie ein komplett anderes Kind. Vorerst denkt Hanna es wäre wegen dem Trauma, doch dann ergeben sich bei der Suche nach Steve immer mehr Ungereimtheiten und Lilou verhält sich wie Steve und scheint ihr Zeichen zu geben. Als Hanna dann auch noch herausfindet, dass ihr Mann Steve in Wahrheit gar nicht Steve ist gerät sie in eine gefährliche Lage…denn jemand möchte die Nachforschungen stoppen. Wem kann sie jetzt noch trauen?

Fazit:

Der Erzählstil ist rasant und spannend. Die Sätze sind länger und ein wenig verschachtelt aber sehr gut umgesetzt, sodass der Leser nicht verwirrt ist. Alle Beschreibungen und Vergleiche wirken nicht unpassend oder aufgesetzt. Es gibt zwischendurch Kapitel, die aus der Vergangenheit einer Person stammen, diese sind aber gut erkennbar und fügen sich sehr gut in den Verlauf der Geschichte ein.
Das gesamte Buch war durchgehend spannend. Die Spannung stieg kontinuierlich an und wurde dann durch einen traurigen Einschub aus der Vergangenheit oder durch den Geschichtsverlauf kurz abgebremst, was das Ganze wiederum noch spannender gemacht hat.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wobei hier mehr Wert auf die Charakterzüge gelegt wird, als auf das Aussehen. Bei einigen Personen wusste ich am Ende nicht wie sie aussehen sollten. Erstaunlich ist, dass die Charaktere auf eine merkwürdige Art und Weise erst sehr glaubwürdig wirkten und dann machte es einen Schwenk und man wusste nicht mehr ob man der Person trauen kann, obwohl sie sich trotzdem noch so verhalten hat wie vorher.

Die Geschichte hat mich überzeugt! Sie ist kompliziert, verwirrend und spannend zugleich. Sie beginnt langsam und erzählt erst vom Verschwinden Steves und Hannas Verzweiflung. Schon zu Beginn bekommt der Leser aber eingerückte Häppchen serviert, die die Spannung steigern. Es sind diese kleinen Einschübe die direkt etwas gefährliches Versprechen und man schaut als Leser nur zu wie Hanna sich in diese Gefahr hineinbegibt. Zunächst sind da viele Personen die sympathisch und hilfsbereit wirken doch am Ende weiß der Leser nicht wer wirklich helfen möchte und wer nicht. Die Verwirrung ist wirklich sehr gut durchgesetzt worden.
Man konnte das Ende der Geschichte zu keinem Zeitpunkt in vollem Umfang erahnen. Kaum denkt man sich, man wüsste was die eine Person im Schilde führt, passiert etwas was die Person wieder entlastet oder in eine andere Richtung lenkt.
So wird der Leser Stück für Stück dem Ende näher gebracht und es passen immer mehr Puzzleteile zusammen. Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass dieser Prozess der Auflösung recht lange andauerte. Es kamen immer mehr Hinweise hinzu, bis zum Schluss auch der Kern aufgelöst wurde.

Insgesamt gehört dieses Buch zu den besten Thrillern, die ich bisher gelesen habe! Es war spannend, verwirrend, kompliziert und wahnsinnig mitreißend.

Was ich besonders mochte:

Besonders gut gefiel mir die schleichende Art mit der das Misstrauen geweckt wurde, ganz egal ob der Charakter vorher schon auffiel oder nicht. :)


Vielen Dank an Lovelybooks und Heyne für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Deine Rezi klingt wirklich sehr gut! Ich glaube das Buch wandert auf meine Wunschliste. :)

    Liebe Grüße, Nabura

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    1. Hi Nabura,


      ich kann es Dir nur wärmstens empfehlen, wenn Du einen guten und spannenden Thriller suchst :)

      Liebe Grüße
      Juju

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