Donnerstag, 28. Februar 2013

"Der Sarg" von Arno Strobel - Gruseliger Psychothriller!

Der Sarg
Arno Strobel
Psychothriller
384 Seiten
Erscheinungstermin: 10.01.2013
Fischer
ISBN: 978-3-596-19102-4



Es ist dunkel und es ist eng. Die Luft wird knapp….sie liegt in einem Sarg.
Furchtbare Verbrechen geschehen in Köln – jemand sperrt Frauen in einen Sarg und gibt der Polizei Hinweise. Sobald diese jedoch da ist, sind die Frauen bereits qualvoll erstickt.
Eva ist Mitte 30 und leidet unter einem immer wiederkehrenden Albtraum: Sie liegt in einem Sarg und kann nicht raus. Doch immer wieder wacht sie auf und merkt es war ein Traum. Es bleibt nur noch die Frage woher die Verletzungen kommen, denn die sind alles andere als erträumt…

Fazit:

Den Schreibstil in diesem Buch würde ich als kühl beschreiben. Es gibt nicht zu viele Beschreibungen und alles wird nüchtern dargestellt und kaum ausgemalt. Hinzu kommen Gedanken von den verschiedenen Charakteren. Das ganze zusammen erzeugt eine recht bedrohliche Atmosphäre die dem Leser die Gefahr verdeutlicht. 
Im Text gibt es immer wieder Sprünge zwischen verschiedenen Personen wie der Protagonistin Eva, dem Ermittler, Britta und dem Mörder. Die Spannung wird durch unterschiedliche Situationen, dem Sarg-Traum oder Brittas Erinnerungen oder auch die Gedanken des Mörders, aufrecht erhalten und zieht sich bis zum Schluss durch.

Die Charaktere sind interessant, aber nicht besonders mitreißend. Die Dialoge sind leicht entrückt und man merkt, dass die Personen sich nichts erzählen wollen und auch keine besondere Beziehung miteinander aufbauen. Eva war die ganze Zeit eigentlich nur verwirrt und die einzigen zwei Personen die irgendwie Sympathiepunkte geerntet haben waren der Polizist und der Therapeut, da die recht menschlich und sympathisch wirkten.

Die Geschichte ist super! Eine Frau die einen wiederkehrenden Albtraum erlebt und danach aber reale Verletzungen hat. Das Urteil der Menschen im Umkreis ist schnell gefällt und genau das hatte Eva auch befürchtet: Als geisterkranke Frau abgestempelt zu werden. Doch merkwürdigerweise kennt sie Informationen, bei den sich der Ermittler fragt, wo sie sie herhaben könnte.
Zudem kommt noch, dass die befragten Personen aus dem Umfeld immer etwas zu verbergen haben und somit ist der Fall perfekt. Wer kann was damit zu tun haben? Ist es wirklich nur ein Traum? Und warum träumt sie genau das, was anderen widerfährt? Alle diese Fragen werden am Ende beantwortet und das in schnellem Takt.

Insgesamt ist es ein gruseliger Thriller, denn wenn man sich in Eva hineinversetzt dann bekommt man Gänsehaut und versteht nichts mehr. Was ist Realität und was nicht? Die Spannung ist die ganze Zeit da und am Ende gibt es ein schönes Finale. Leider hatte ich nach zwei Dritteln der Geschichte schon die Idee wie es enden würde und hatte auch recht damit, aber ich hatte vorher auch zahlreiche andere Ideen die nicht richtig waren. Die Idee zur Geschichte ist genial, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Charaktere ein wenig mehr mitreißen würden. Die Stimmung war sehr gut getroffen mit der kühlen Art, die sehr gut zu den Grausamkeiten passt.

Was ich besonders mochte:

Die Zweifel der Protagonistin haben mir besonders gut gefallen. Die Art und Weise wie sie immer mehr aus dem Ruder gerät, wo sie doch gerade jetzt starke Nerven braucht.

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