Montag, 15. April 2013

"Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts" von Susann Pásztor - Über Liebe und Loslassen!

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Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts
Susann Pásztor
Roman
256 Seiten
Erscheinungstermin: 09.03.2013
Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-04526-0


Mila besucht auf Wunsch ihrer Therapeutin ein Schweigewochenende. Für jemanden der jedoch schlecht stillhalten kann ist dies eine Herausforderung, ebenso wie die spirituellen und merkwürdigen Menschen dort. Doch nachdem das Wochenende vorbei ist und Mila um einige Erfahrungen reicher ist, nimmt sie sich für ein paar Tage, mit einem Mann aus ihrem Kurs, ein Hotelzimmer. Dort erfahren sie eine ungezwungene und sehr innige Liebe und entscheiden sich am Ende dafür sich nie wieder zu sehen…

Fazit:

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und vermittelt uns die Gedanken der Protagonistin auf eine recht sympathische aber teilweise auch unverblümte Art und Weise. Hin und wieder scheint die Formulierung nicht recht zum Alter von Mila zu passen, denn sie hört sich manchmal recht pubertär an, aber das ganze wird nicht zu sehr übertrieben und hilft dem Leser sich in Mila besser hineinzuversetzen. Zu Beginn des Buches finden wir einen Ausschnitt, der nach dem Schweigeseminar entstand, was ein interessantes Mittel ist und den Leser die Verzweiflung Milas nach der Trennung spüren lässt ohne das Ende der Geschichte zu verraten.

Die Protagonistin beschreibt sich selbst als Zicke, die versucht ihre Unsicherheit mit Arroganz zu maskieren. Sie wirkt sehr real und man kann ihre Gedanken im Buch sehr gut nachvollziehen und erlebt so quasi live wie sie von ihren eigenen Gefühlen und den Entscheidungen anderer Menschen überrumpelt wird. Manchmal wirkt sie zwar nicht altersgemäß, sondern etwas jünger, aber das machte überhaupt nichts.
Simon wirkte ebenfalls etwas jünger und scheint eine sehr gefestigte Meinung und klare Ziele zu haben, was ihn unwiderstehlich macht, obwohl er doch seine Frau scheinbar betrügt.
Die Liebe zwischen Mila und Simon kommt sehr echt und intensiv rüber und man hofft als Leser darauf, dass etwas so schönes nicht zu Ende geht.

Die Geschichte fängt harmlos an und entwickelt sich zu etwas großem: Mila besucht ein Schweigeseminar um sich selbst näher zu kommen und nachdem es vorbei ist verliebt sie sich in Simon. Das Schweigeseminar selbst ist sehr unterhaltsam beschrieben und Milas Gedanken, sowie auch die Reaktionen und Handlungen der anderen Teilnehmer machen das halbe Buch aus. Es ist eine Art Selbstfindung einer Person, die nicht daran glaubt. Danach nimmt sie Simon erst bewusst war und lässt sich auf ihn ein.
Sie verbringen 3 wunderschöne Tage und trennen sich dann für immer. Was dann folgt ist die Auseinandersetzung Milas mit ihrer Liebe. Es war einvernehmlich und doch hat sie das Gefühl nicht gewonnen sondern verloren zu haben. Der Leser begleitet sie bei diesem inneren Kampf und erlebt am Ende eine kleine Überraschung.

Insgesamt ist dies ein schönes Buch, welches den Leser auf eine intime Reise mitnimmt. Man begleitet die Protagonistin in ihr Innerstes und schaut zu wie sehr sie sich durch eine spirituelle Reise entwickelt und dabei etwas Kostbares findet und es wieder loslässt, obwohl es nicht einfach ist.

Was ich besonders mochte:

Die lustigen Beschreibungen des Meditierens und der Zimmergenossin mochte ich am liebsten, auch wenn es nicht der tiefgründigste Teil des Buches war. :) 


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:

http://www.kommbuch.com/files/6_kiepenheuer-_-witsch.png





Kommentare:

  1. Die Beschreibung zum Buch hatte schon im Vorfeld mein Interresse geweckt, aber nach deiner Rezi bin ich mir absolut sicher, dass ich das Buch lesen möchte!!

    LG
    Anja

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    1. Das ist auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Buch, ich hoffe Dir wird es ebenso gut gefallen wie mir :)

      LG
      Juju

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  2. Hiho.
    eine tolle Rezi. ich durfte es auch lesen und habe es direkt verschlungen(hat ja auch nicht sooo viele Seiten ;) )
    Schreibe gerade an den letzten Sätzen der Rezi und fand es ähnlich wie du, auch das mit den durchaus humorvollen Betrachtungen ihrer Mitschweiger^^
    lg Aki

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    1. Es war wirklich manchmal sehr witzig und genau das möchte ich auf keinen Fall missen in dieser Geschichte. Wirklich gelungen :)

      LG Juju

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