Donnerstag, 25. April 2013

"Incarceron" von Catherine Fisher - Was tun, wenn die gefährliche Flucht aus dem Gefängnis Dich in ein weiteres Gefängnis führt?



Incarceron
Fliehen heißt sterben
Catherine Fisher
Roman
480 Seiten
Erscheinungsdatum: 18.03.2013
Penhaligon
ISBN: 978-3-7645-3080-8


Finn ist ein Gefangener in Incarceron. Es handelt sich hierbei nicht einfach nur um ein Gefängnis sondern eine ganze Welt, die neben dem Außerhalb existiert und eine eigene Intelligenz besitzt. Von dort aus hat Finn einen Weg gefunden mit Claudia, die vom Außerhalb kommt, zu kommunizieren. Claudia ist zwar frei, fühlt sich jedoch in ihrer Welt auch eingeschränkt, denn alle leben streng nach Protokoll und in einer Welt, in der es nur den Reichen gut gehen darf.
Beide wollen aus ihren Gefängnissen ausbrechen, doch Incarceron stellt sich ihnen in den Weg…

Fazit:

Der Leser erlebt die Geschichte von Claudia und Finn in der dritten Perspektive, was angenehm ist, denn man kann sich gut in beide Protagonisten versetzen. Der Schreibstil ist schön, vermittelt die Gefühle und Gedanken der Protagonisten sehr gut und ist nicht überladen an Beschreibungen. Das Buch ist spannend, allerdings nicht nervenzerreißend, denn einige Wendungen waren vorhersehbar, allerdings waren auch so einige Überraschungen dabei, sodass man auf jeden Fall fasziniert weiterlesen muss.

Die Charaktere sind äußerst sympathisch und lebendig dargestellt. Claudia hatte immer alles, außer den freien Willen, den sie am meisten haben will. Finn hingegen hat mich moralischen Fragen zu kämpfen. Beide wirken recht glaubwürdig und man schließt sie gerne ins Herz. Auch die Nebenfiguren waren so gut dargestellt, dass man den Unterschied zu den Hauptfiguren kaum merkte. Sei es der kauzige und sehr sympathische Lehrer Jared oder der eiskalte und berechnende Vater von Claudia, oder aber Finns „Bruder“ Keiro, schön und egoistisch und viele weitere Charaktere.

Die Geschichte ist besonders! Eine andere Welt, die ein intelligentes und lebendiges Gefängnis ist, welches eigentlich als Paradies erschaffen wurde und irgendwo so versteckt ist, dass niemand weiß wie man hinein und hinaus kommt. Im Gegenzug ist die Welt außerhalb des Gefängnisses ebenfalls ein Gefängnis, denn sie leben im Schein. In diesem Schein sind jegliche technologischen Fortschritte verboten, obwohl der Schein gerade mit Hilfe derer erhalten wird. Niemand äußert seine wahre Meinung, denn alle spielen ein Spiel voller Intrigen und Verschwörungen.

Insgesamt ist Incarceron ein echtes Highlight! Eine wirklich tolle und facettenreiche Geschichte, die einen in zwei unterschiedliche Welten entführt, in der die Menschen gerne auf unterschiedliche Art frei wären. Die Geschichte reißt so sehr mit, dass man die kleinen vorhersehbaren Stellen gerne verzeiht. Ich würde gerne schon den nächsten Band lesen. :)
Einfach schön, faszinierend und gefährlich!

Was ich besonders mochte:

Sowohl die Idee als auch die Umsetzung sind einfach gelungen und gehören zu den interessantesten Geschichten, die ich bisher gelesen habe.


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:


http://www.randomhouse.de/content/download/logos/penhaligon.jpg

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen