Mittwoch, 6. November 2013

"Manche Mädchen müssen sterben" von Jessica Warman - Interessanter Ansatz mit guter Umsetzung



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Manche Mädchen müssen sterben
Jessica Warman
Roman
416 Seiten
Erscheinungsdatum: 09.01.2012
Penhaligon
ISBN: 978-3-7645-3069-3


Der 18. Geburtstag von Liz Valchar sollte der Beginn von etwas Neuem werden. Doch er wurde zum Ende von Allem.
Nach einer durchfeierten Nacht wird Liz von einem merkwürdigen Geräusch geweckt. Irgendetwas schlägt die ganze Zeit gegen den Bootsrumpf. Als sie endlich aufsteht um nachzusehen, stockt ihr der Atem…denn das was dieses Geräusch verursacht, ist ihre eigene Leiche.
Obwohl keiner sie sehen kann, ist sie immer noch da und hat die Möglichkeit ihre Erinnerungen in einer anderen Perspektive nochmal mitzuerleben und auch das aktuelle Geschehen noch zu verfolgen. Dabei findet sie heraus, dass ihr so perfektes Leben nie wirklich perfekt war und dass sie selbst längst nicht so unschuldig war, wie sie immer dachte.

Fazit:

Die Atmosphäre ist zu Beginn kühl und düster und nahezu unangenehm aber damit auch mitreißend und passend. Nach den ersten Kapiteln wird die düstere Stimmung allmählich durch Spannende Geschehnisse ersetzt und erweckt den Eindruck, der Leser könne sich selbst auf die Suche nach dem Grund nach Liz‘ Tod machen.
Der Leser erlebt alles aus Sicht der Protagonistin Liz und hat das Gefühl überall hautnah dabei zu sein. Die Gedanken und Unterhaltungen wirken nicht aufgesetzt und passen gut zur Geschichte und Stimmung.

Die Charaktere sind gut beschrieben. Die Protagonistin ist Liz und sie ist genau wie ihre Clique ein scheinbar sehr eingebildetes und oberflächliches Mädchen. Die Hintergründe erfährt man jedoch im Laufe der Geschichte und es ist nicht alles wie es zu Beginn scheint. Dadurch wird ihr Charakter sehr kompliziert und tiefgründig, während die Freunde, die noch leben, eher oberflächlich bleiben. Auf der anderen Seite gibt es Alex, der nie sonderlich beliebt war und oft unter Liz‘ Clique gelitten hat. Er ist sowas wie der zweite Protagonist und starb ein Jahr vor Liz. Um hier nichts vorwegzunehmen, erkläre ich hier lieber nicht was er mit der Geschichte zu tun hat.

Die Geschichte ist sehr interessant und ungewöhnlich. Liz wacht auf und findet heraus, dass sie tot ist. Sie erinnert sich an fast gar nichts und nur Stück für Stück kommen die Erinnerungen wieder, die anfangs mehr verwirren als aufklären. Wie ist sie gestorben? Und war sie wirklich ein gutes Mädchen, wie sie glaubt? Immer mehr erschütternde Dinge kommen heraus, über Liz‘ eigene Taten, aber auch die ihrer Freunde, Familie und anderer Leute. Der Leser wird auf eine Art Aufklärungs- und Erinnerungsmission mitgenommen, die immer spannender wird, bis sich ganz zum Schluss alles aufklärt und keine offenen Fragen mehr zurückbleiben.

Insgesamt ist das Buch alleine durch die ungewöhnliche Idee sehr interessant. Die Umsetzung ist hier ebenso gut gelungen und nimmt den Leser auf eine düstere und spannende Reise mit. Es wird nicht langweilig, denn die Erinnerungen rücken immer mehr wie Puzzleteile aneinander und eröffnen ein Gesamtbild, das man vorher so nicht erwartet hat. Meine Neugierde wurde die ganze Zeit aufrechterhalten und ich konnte das Buch kaum weglegen.

Was ich besonders mochte:

Ich fand die Idee an sich sehr erfrischend und interessant.


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:

http://www.randomhouse.de/penhaligon/

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