Mittwoch, 26. März 2014

"Die Brücke der Gezeiten 1 - Ein Sturm zieht auf" von David Hair - Super Start in ein neues Fantasy Epos!


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Die Brücke der Gezeiten 1 
Ein Sturm zieht auf
David Hair
Fantasy
512 Seiten
Erscheinungstermin: 09.12.2013
Penhaligon
ISBN: 978-3-7645-3128-7

Tief unter der Ozeanoberfläche liegt die Mondbrücke verborgen, die die zwei Kontinente Yuros und Antiopia verbindet. Doch alle zwölf Jahre erhebt sie sich und auch dieses Mal sollen Armeen sie passieren um Krieg zu führen und das Nachbarreich zu unterwerfen.
Doch nicht die Armeen spielen die größte Rolle, sondern drei ganz unscheinbare Personen mit ihren individuellen Schicksalen: Ein gescheiterter Magie-Schüler, ein einfaches Markt-Mädchen und eine Spionin, die ihr Gewissen entdeckt hat. Sie werden über das Schicksal der Welt entscheiden, auch wenn es ihnen noch nicht bewusst ist…

Fazit:

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und relativ unauffällig. Anfangs zieht sich das Buch allerdings etwas hin, da der Leser sich noch erst in die ganze große Geschichte einlesen muss und sich zwischen den verschiedenen Kontinenten und Gepflogenheiten zurechtfinden muss. Doch nach einem langwierigen Start wird das Buch plötzlich spannend und hält diese Spannung bis zum Schluss aufrecht.
Am Anfang des Kapitels gibt es kurze Einschübe, die Überlieferungen, Zitate, Geschichten darstellen und dem Leser das Gefühl geben Teil von einer großen Welt zu sein.
Im Anhang findet man noch Erklärungen, Geschichte und Wörter aus den verschiedenen Sprachen wieder, die das Lesen interessanter machen.

Die Charaktere sind gut beschrieben und als Leser kann man sofort gut mit ihnen sympathisieren. Zunächst lernt man viele Leute kennen, die nicht unbedingt sofort weiter vorkommen oder aber einen besseren Eindruck machen als sie sind. Erst nach und nach wird man in die Leben der drei Protagonisten eingeführt.
Elena, die Spionin, hat Zweifel an ihrem Auftrag bekommen, was hier wirklich sehr lebhaft und glaubwürdig beschrieben wird. Das macht sie zu meinen Lieblingscharakteren.
Ramita ist ebenfalls eine tolle Persönlichkeit, die mit einem schweren Schicksalsschlag umgehen muss, nur damit es allen anderen gut geht. Ihre Geschichte nimmt mit und schockiert den Leser ein wenig, aber sie versucht es mit Würde zu tragen.
Alaron ist der Magie-Schüler und ein Außenseiter dazu, weil er kein Reinblüter ist. Seine Geschichte ist gekennzeichnet von Hass und Unfairness und hinzu noch etwas Neid.
Alle müssen also mit ihren eigenen Problemen kämpfen, während Dinge von Außen ihre Leben stark beeinflussen.

Die Geschichte startet recht langsam mit einer grausamen Szene einer Magierin, die ihre Energie aus Neugeborenen bezieht, und die man dann nicht mehr weiter verfolgt. Der Leser wird stattdessen in die politischen Eigenheiten der zwei Kontinente eingeführt und in die Geschichte der drei Hauptpersonen. Man lernt die Geschichte der verschiedenen Völker und die Zusammenhänge zwischen ihnen oder den Kriegen kennen. Nach ca einem Drittel steigt die Spannungskurve immens. Die Geschichte wird interessant, da die Charaktere gezwungen sind zu handeln und diese Spannung hält bis zum Schluss an. Wird Elena ihren Auftrag ausführen? Wird Ramita sich ihrem Schicksal ergeben nur weil andere gierig sind? Wie Alaron sich behaupten können? Das alles sind Punkte an den die Geschichte anfängt den Leser zu fesseln. Zusätzlich passieren unvorhergesehen Ereignisse an anderen Stellen und das ganze wird zu einer riesigen Geschichte, die dennoch übersichtlich bleibt.

Insgesamt gesehen war es ein langsamer Start aber danach umso genialer! Die Geschichte ist mitreißend und komplex, sodass man ruhig einen kleinen Vergleich mit Game of Thrones wagen darf, auch wenn die Themen ein wenig anders sind. Es ist jedenfalls ein sehr guter Auftakt, und ich warte schon auf den nächsten Band. Einziges kleines Manko war für mich persönlich die nicht ganz neu erdachte Umgebung, denn sie ist sehr inspiriert von Indien und den Göttern dort. Dies ist jedoch Geschmackssache.

Was ich besonders mochte:

Besonders gefällt mir hier, dass nicht jeder der böse oder gut wirkt, es dann auch tatsächlich ist. 


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:
http://www.randomhouse.de/penhaligon/

                                                                                               

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