Samstag, 4. Oktober 2014

"Die 11. Stunde" von James Patterson - Club der Ermittlerinnen

Die 11. Stunde
James Patterson
Thriller
384 Seiten
Erscheinungsdatum: 23.06.2014
Limes
ISBN-13: 978-3809026112


Lindsay Boxer ist endlich schwanger. Doch sie kann die Arbeit nicht lassen, denn zwei Fälle interessieren sie brennend. Es gibt einen mehrfachen Mord aufzuklären und zudem werden auch noch, mit einer Waffe auf ihrem Beweismittelreservoir, ständig Drogendealer getötet. 
Jeder könnte der unheimliche Rächer sein, auch Lindsays Freunde oder Kollegen.

Fazit:

Der Schreibstil ist gut und das Buch liest sich flüssig. Die ersten Seiten sind zunächst noch verwirrend, da dort viele verschiedene Charaktere vorgestellt werden und man sie noch nicht einordnen kann. Aber sobald man durch diesen Teil durch ist, wird das Buch immer spannender. Aus der Perspektive der Protagonistin heraus erlebt der Leser die verschiedenen Fälle. Jedoch habe ich ein wenig die eigenen Gedanken von der Protagonistin vermisst. Es gab zwar hier und da kurze Sätze, die auf das was sie wirklich denkt eingingen, aber die waren eher oberflächlich, was es dem Leser schwierig macht sich mit der Protagonistin zu identifizieren.

Die Charaktere sind ausreichend beschrieben aber nicht besonders. Ich konnte zu keinem einen Draht aufbauen, weil immer ein Stück das Persönliche gefehlt hat, sodass der Funke nicht übersprang. Lindsay hielt ich an einigen Stellen für sehr inkompetent, da für mich einfach ein paar Fakten nicht zusammenpassten. Sie bekleidet eine recht angesehene Stelle beim Morddezernat, aber erzählt ständig allen Bekannten Details, die nicht erzählt werden dürften. Also eine Tratschtante. Bei privaten Problemen etwa, hört sie sich nichtmal die ganze Geschichte an bevor sie total überreagiert. Solche Dinge haben sie für mich eher unsympathisch gemacht.

Die Geschichte ist an sich sehr interessant. Es gibt zwei spannende Mordfälle zu klären, die sehr verwirrend sind. Zudem werden den Ermittlern Steine in den Weg gelegt. Lindsay und ihre Freundinnen (eine Journalistin, eine Pathologin, die Frau des Chefs) versuchen als sogenannter Club der Ermittlerinnen die Fälle gemeinsam zu klären.
Dabei muss Lindsay an jeder Ecke aufpassen, denn sogar ihr alter Partner wird verdächtigt. 
Die Fälle sind wirklich spannend und das macht die Geschichte lesenswert. Die ganze "Club der Ermittlerinnen" Sache wirkt auf mich jedoch etwas zu gekünstelt und unausgereift, fast wie ein Kaffeeklatsch, den es nicht geben dürfte. 

Es ist ein spannender Thriller mit hochinteressanten Fällen und ein paar Rätseln. Allein das hat das Buch für mich lesenswert gemacht. Doch die Protagonistin und der Club der Ermittlerinnen haben mich nicht überzeugt, da gerade die Charaktere leider sehr unausgereift waren.

Was ich besonders mochte:

Die Auflösung war nicht vorhersehbar und somit war zumindest einer der Fälle bis zum Schluss spannend.


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:



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