Sonntag, 24. Mai 2015

"Fallen Angels 1: Covet" von J.R. Ward - Ein interessanter Mix mit Protagonistenchaos

Covet
Fallen Angels 1
J.R. Ward
Fantasy
497 Seiten
ebook
englisch
Erscheinungsdatum: 29.09.2009
Signet
ASIN: B002QYM1GO



Jim Heron ist bei weitem kein Engel. Doch als er zu einem gefallenen Engel ernannt wird, um den Guten zu helfen das Los für sich zu entscheiden und den Untergang der Welt abzuwenden, treten seine eigenen Probleme in den Hintergrund. Er muss sieben Leben retten, indem er ihnen hilft die richtige Entscheidung zu treffen. Doch wie stellt man das an, wenn man keine Ahnung hat was die richtige Entscheidung ist? Zudem schickt auch die andere Partei Spieler ins Spiel, die heißer sind als die Hölle selbst.
Sein erster Fall ist ein eiskalter Geschäftsmann, der seine Seele an die dunkle Seite verkauft hat und sich auch noch in eine turbulente Affäre verwickelt hat...es wird kein leichtes Spiel werden für Jim...

Fazit:

Der Schreibstil ist wie gewohnt recht rau und männlich bei J.R. Ward. Deshalb werden viele Fans der Autorin hier größtenteils zufrieden sein. Es ist spannend, leicht zu lesen und übersichtlich aufgeteilt. Jedoch ist es gefühlt weicher als bei der berühmteren Serie der Autorin.

Die Charaktere sind ein wenig oberflächlich. Man braucht als Leser eine ganze Weile um sich mit den vielen verschiedenen Personen anzufreunden und sie zu bewerten. Da fehlt es etwas an Persönlichkeit oder irgendwelchen markanteren Details. 
Der Protagonist ist eigentlich Jim Heron. Doch irgendwie fühlte ich mich mit Vincent als Protagonist wohler. Er war wesentlich leichter zu verstehen, weil man an seinen Gedanken teilhaben konnte, was bei Jim eher oberflächlicher geschah. 
Die anderen Personen wurden kaum vorgestellt, sodass man sich mit 3-4 Charakteren zufriedengeben musste, die Welt dadurch aber auch klein wirkte.

Die Geschichte ist interessant. Es gibt quasi das Gute gegen das Böse und beide schicken ihre Spieler ins Feld um das Spiel in sieben Runden für sich zu entscheiden. Eine sehr coole Idee. 
Witzigerweise wird dem Spieler der guten Seite dabei kaum eine Information gegeben, währen die Gegenseite ziemlich genau weiß was zu tun ist. Das Chaos und das Rätselraten von Leserseiten aus sind damit vorprogrammiert!

Insgesamt gesehen ist es eine gute Geschichte, die sehr unterhaltsam zu lesen ist, den Leser aber eben nicht sehr stark fesselt. Die Charaktere sind noch etwas unausgereift, aber der Ansatz ist gut und macht Hoffnung, dass es besser wird. 

Was ich besonders mochte:

Das Grübeln ob Jim jetzt die richtige Entscheidung trifft und die richtigen Zeichen verstanden hat - witzig und unterhaltsam.



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