Donnerstag, 20. August 2015

"Der Totenzeichner" von Veit Etzold - Gruseliger Thriller mit merkwürdigem Humor



Der Totenzeichner
Veit Etzold
Thriller
432 Seiten
Erscheinungsdatum: 16.07.2015
Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-17229-0



Ein grausamer Killer ist nach 10 Jahren wieder zurück. Er tut den Opfern schreckliches an, bevor er sie sterben lässt und markiert sie dann mit sonderbaren Zeichen. Clara Vidalis, vom LKA Berlin, ermittelt in diesem Fall und stößt dabei mit Hilfe ihrer Kollegen auf etwas ungeahntes...

Fazit:

Der Schreibstil ist angenehm und recht distanziert, was der düsteren Stimmung gerecht wird. Das Buch ist in drei Teile unterteilt und in jedem Teil wird der Killer dem Leser zugänglicher. Das Spannende hier ist die Ermittlung, nicht die Morde des Killers. Es werden auch einige Tricks benutzt damit der Leser den Hauptstrang nicht sofort errät. Hin und wieder sind klar abgegrenzte Kapitel dem Killer und seinen Gedanken gewidmet und diese sind sehr merkwürdig und literarisch.
Die Spannung hält bis zum Schluss an.

Die Charaktere sind sympathisch, aber wirken ein wenig distanziert. Durch eine merkwürdige Art von Humor erscheinen sie manchmal etwas stumpf, denn es wiederholen sich viele Sätze dabei in verschiedenen Konstellationen. Dennoch überzeugt die Protagonistin Clara den Leser und schafft es ihn in ihre Ermittlungen einzubinden.
Auch einige Nebendarsteller sind gut ausgebaut und man hat ein wenig das Gefühl zu wissen wie sie ticken.

Die Geschichte fängt einfach an. Ein merkwürdiger und sehr grausamer Mord geschieht. Doch nach und nach tun sich immer mehr Geheimnisse auf. Es scheint ein Serienkiller aus den USA zu sein doch es gibt zu ihm nichts zu finden. Hinzu behindern interne Leute die Ermittlungen, weil sie den Fall abgeschlossen sehen wollen. Doch die Geheimnisse, die später aufgedeckt werden sind weitreichend und machen den besonderen Nervenkitzel des Buches aus. Wird es dem Team gelingen den Killer zu fangen oder geht es hier doch um etwas ganz anderes?

Insgesamt betrachtet ein sehr guter Thriller was die Story angeht. Spannend und unüblich. Allerdings fand ich den wiederholenden Humor irgendwie leicht daneben. Es war so als ob jemand immer schlechte Witze macht, über die man den Kopf schütteln muss. Zusätzlich werden viele englische Sätze verwendet und dann jedes Mal auf deutsch übersetzt was auch eine Art Wiederholung erzeugt. Manche wird es freuen, meinen Lesefluss hat es aber gebremst.
Trotzdem eine Leseempfehlung, da die Geschichte schön spannend ist!



Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:


Kommentare:

  1. Veit Etzold scheint ja einer der aufgehenden Sterne am deutschen Thriller-Himmel zu sein ... Erst vor kurzem gab es "Final Cut" geschenkt, da werde ich bald selbst die Chance haben, mir ein Bild von seinen Büchern zu machen :).

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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  2. Huhu!

    Ich hab selbst erst vor kurzem ein Buch von ihm gelesen und es hat mir gut gefallen. War außerdem eine gute Abwechslung zu meiner Arbeit über Temperatur Sensoren, die ich zu dem Zeitpunkt angefangen habe ^_^.

    Liebe Grüße
    Kerstin

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