Montag, 15. Februar 2016

"Northanger Abbey" von ValMcDermid - Eine moderne Umsetzung eines Klassikers

Northanger Abbey
Val McDermid
Roman
320 Seiten
Erscheinungsdatum: 11.01.2016
HarperCollins
ISBN: 9783959679978


Die 17-jährige Cat Morland verliert sich gerne in Büchern. Die Abenteuer begeistern sie und da ihr Leben in Piddle Valley sehr langweilig ist, gibt sie sich im Gedanken allen möglichen Abenteuern hin. Als sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival in Edinburgh begleiten darf, verliebt sie sich sofort. Schon bald vermischen sich bei Cat Realität und die Hoffnung auf Abenteuer so stark, dass ihr eine unerwartete Gefahr droht.

Fazit:

Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Der Roman spielt sich in der Neuzeit ab, aber die Sprache ist wie in einem Jane Austen Roman. Weil diese Zeiten so unterschiedlich sind, braucht es erst ein paar Seiten bis man sich daran gewöhnt. Sobald man sich daran gewöhnt hat, fällt es allerdings kaum noch auf. Die Unterhaltungen sind oberflächlich und extrem beschönigt. Das hat einen eigenen Charme und ist ähnlich wie in den Austen Romanen, allerdings abgeschwächt.

Die Charaktere wirken naiv. Cat, die Protagonistin, ist das typische Mädchen, dass nicht sonderlich schlau ist, aber gerne Bücher liest und in den Geschichten lebt. Zudem ist sie sehr offen und nimmt von jedem Menschen nur das Beste an. 
Henry ist der typische Herzenseroberer. Er ist attraktiv, sympathisch, klug, selbstbewusst und reich....ja was will man mehr! 
Das gibt es noch andere Charaktere, die ich lieber nicht näher beleuchte, sonst verrate ich noch etwas. Nicht jeder Charakter ist nämlich so wie er am Anfang scheint. 

Die Geschichte: Cat fährt mit Bekannten in eine große Stadt. Da sie auf dem Land lebt, kennt sie das Leben in der Stadt nicht und stellt sich aufregende Abenteuer vor. Und in der Tat lernt sie viele neue Leute kennen, die spannende Geschichten erzählen. Zudem verliebt sie sich Hals über Kopf in den jungen und attraktiven Henry. Doch irgendwie ist es schwierig ihn zu treffen, da diverse Hindernisse vorhanden sind. Außerdem ist da der ungeheure Verdacht, dass Henry ein Vampir ist....

Insgesamt war ich anfangs sehr skeptisch ob das was wird und war am Ende begeistert. Es ist mal was ganz anderes und macht Spaß. Man erwartet Klischees, und man wird belohnt. Doch auch absolut unpassende Dinge scheinen hier zu passen. Es wirkt wie eine Mischung aus Jane Austen und Twilight. Schön unschuldig und unterhaltsam! 


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:

1 Kommentar:

  1. Hey =)

    Ich fand den Schreibstil toll und finde dass die Idee der Portierung in unsere Zeit ganz gut gelungen ist. Aber es gibt auch vieles, was mich genervt hat. Zum Beispiel so ziemlich alle Charaktere außer Cat und das ständige erwähnen von Facebook. Ich bin also nicht ganz so euphorisch wie du =)

    LG
    Anja

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