Dienstag, 21. Juni 2016

"Metro 2035" von Dmitry Glukhovsky - Ein schauriges Szenario mit russischer Seele

Metro 2035
Dmitry Glukhovsky
Science-Fiction
784 Seiten
Erscheinungsdatum: 11.04.2016
Heyne
ISBN: 978-3453315556



Zwei Jahre nachdem Artjom die Bewohner der Moskauer Metro gerettet hat, ist die Lage wieder schwierig. Der einstige Held ist kahler und unzufriedener. Die Bewohner der Metro leiden an Hunger, Wahnsinn oder bekriegen sich gegeneinander. Die einzige Chance wäre die Rückkehr nach oben. Doch ist das noch möglich? Artjom hat neue Gerüchte gehört, den er nachgehen möchte. Doch er ahnt nicht welcher Art Geheimnisse er aufdecken wird und welche Gefahr er sich damit begibt...

Fazit:

Die Freude auf dieses Buch war groß, denn die Stimmung in Metro 2033 war einfach nur genial. In Metro 2035 geht es ebenfalls um die Moskauer Metro. Artjom ist nun älter und wird von allen für Verrückt gehalten weil er noch immer denkt, es gäbe etwas außer der Moskauer Metro. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben irgendwann an der frischen Luft zu leben. Doch nach 20 Jahren Metro kennen die anderen Leute nichts anderes mehr und wollen auch nichts anderes mehr. Doch Artjom hat von einem Funker gehört, der Kontakt aufgenommen hat. Das muss er nachprüfen und macht sich direkt auf den Weg. Doch der ist beschwerlich, sei es die Hanse, die Rote Linie oder das Reich...die Zeit drängt jedenfalls.

Die Charaktere haben sich hier gut weiterentwickelt. Artjom, Anja, sein Stiefvater und Melnik - an allen hat die Zeit und Metro genagt. Jeder kämpft mit seiner Bürde. Bei Artjom hat der Kampfgeist noch nicht nachgelassen und er wirkt immernoch wie der ganz normale Kerl von Nebenan.

Der Schreibstil ist gut. Flüssig, spannend und unterhaltsam...aber nicht so geheimnisvoll düster wie in Metro 2033. Es ist eben weniger Horror und mehr Thriller geworden. Das ist zwar schade, aber das Buch ist dennoch wirklich sehr lesenswert. Unterteilt ist es in bequeme Kapitel. Einziges Manko war für mich, dass an einigen Stellen kaum zu deuten war wer da jetzt spricht. Da fehlten schlichtweg die typischen "sagte er"s. es waren aber vielleicht zwei oder drei Stellen und es ging um nichts gravierendes.

Insgessamt betrachtet ist Metro 2035 ein Grund zur Freude. Sehr unterhaltsam, spannend und mit einem Stück russischer Seele. Ein Szenario dass man sich sehr gut vorstellen kann und welches genau dadurch besonders gut wirkt! Absolute Leseempfehlung!


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an:


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